Grüner Baum GmbH · Vorstädter Str. 32, 55276 Oppenheim – Deutschland
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GPSR-Risikobewertung und Risikoanalyse

Die Grüner Baum GmbH prüft Produktrisiken, technische Nachweise und Dokumentenlücken nach Artikel 9 GPSR. Die Bewertung bleibt produktspezifisch und ordnet Produktkategorien nicht pauschal einer Risikostufe zu.

Was prüft Grüner Baum bei einer GPSR-Risikobewertung?

Die Grüner Baum GmbH prüft die technische Dokumentation einer Produktfamilie, ordnet Gefährdungen und Schadensszenarien und zeigt belegbare Lücken auf. Die detaillierte Prüfung kostet für eine Produktfamilie 129 € zzgl. MwSt.; risikoreiche Produkte und Produkte unter besonderem EU-Recht erhalten ein separates Angebot.

Preis€129 / Produktfamilie
ErgebnisSchriftliche Prüfung von Produktrisiko, vorhandenen Nachweisen, Dokumentenlücken und erforderlichen nächsten Schritten.
Benötigte UnterlagenProduktbeschreibung, vorgesehene Nutzer und Verwendung, Material- und Lieferantendaten, Warnungen, vorhandene Normen, Prüfberichte und Produktbilder.
UmfangEine Produktfamilie mit gleichem Verwendungszweck, Grunddesign, Material-, Fertigungs- und Sicherheitsprofil. Wesentliche Abweichungen werden getrennt bewertet.
Rechtliche GrenzeDie Prüfung ist keine behördliche Zulassung oder Zertifizierung. Der Hersteller bleibt für Produktsicherheit und technische Dokumentation verantwortlich.

Über die in den Paketen enthaltene kostenlose erste Risikoanalyse hinaus; umfasst eine formelle, detaillierte Prüfung der technischen Unterlagen, Prüfberichte, Produktinformationen und der Risikobewertung aus GPSR-Sicht. Risikoreiche Produkte oder Produkte, die spezifischen Vorschriften unterliegen, werden gesondert angeboten.

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Benötigt jedes Produkt eine GPSR-Risikobeurteilung?

Der Hersteller muss das Produkt und die für seine Sicherheitsbewertung wesentlichen Merkmale dokumentieren. Soweit dies angesichts möglicher Risiken angemessen ist, enthält die technische Dokumentation außerdem eine Risikoanalyse und die Lösungen zur Beseitigung oder Minderung dieser Risiken einschließlich relevanter Prüfergebnisse. Das ist produktspezifisch: Die GPSR verlangt weder dieselbe Vorlage noch ein akkreditiertes Labor oder eine unabhängige Drittbewertung für jedes Verbraucherprodukt.

Welche Bedeutung haben EU-Safety-Gate-Meldungen (früher RAPEX) für die Risikobeurteilung?

Safety-Gate-Meldungen beschreiben gefährliche Non-Food-Produkte, festgestellte Risiken und Maßnahmen der Behörden in EU und EWR. Die Prüfung gleicher oder ähnlicher Produkte kann bekannte Gefährdungen aufzeigen und eine aktuelle Bewertung unterstützen. Sie ersetzt jedoch weder die produktspezifische Analyse und erforderliche Prüfungen noch anwendbare Normen. RAPEX ist die frühere Bezeichnung des Systems.

Leitfaden 2026 zu Safety-Gate- und RAPEX-Meldungen für Baby- und Kinderprodukte

Diese Seite gibt die Praxis der in Deutschland ansässigen Grüner Baum GmbH bei Produktrisiko- und Technikdokumentationsprüfungen wieder. Geprüft von Hatice Muazzez Bodur →

Wie werden GPSR-Risikostufen bestimmt?

Die Delegierte Verordnung (EU) 2024/3173 verwendet für Safety-Gate-Bewertungen die Stufen ernst, hoch, mittel und niedrig. Für jedes Schadensszenario werden Schwere und Gesamtwahrscheinlichkeit kombiniert; eine Produktkategorie hat keine feste Risikostufe.

StufeDefinitionBeispiel für ein SchadensszenarioEntscheidungsgrundlage
Ernst
Ein einzelnes Schadensszenario erreicht in der EU-Matrix durch die Kombination von Schadensschwere und Gesamtwahrscheinlichkeit das Ergebnis „ernst“.Beispiel: Ein ablösbares Kleinteil kann die Atemwege eines Kindes blockieren. Die Stufe folgt erst aus dem belegten vollständigen Ereignisablauf.Schwere des Schadens, vulnerable Nutzer, Exposition und Wahrscheinlichkeit jedes Schritts im Ereignisablauf.
Hoch
Die Kombination aus Schwere und Gesamtwahrscheinlichkeit eines konkreten Schadensszenarios liegt im Feld „hoch“ der EU-Matrix.Beispiel: Ein Bauteilversagen kann zu schwerer Verletzung führen, erreicht nach der belegten Wahrscheinlichkeit aber nicht die Stufe „ernst“.Produktspezifische Prüfungen, Nutzungsbedingungen, Exposition und nachvollziehbare Wahrscheinlichkeitsannahmen.
Mittel
Die Matrix ordnet das konkrete Schadensszenario aufgrund geringerer Schwere oder Wahrscheinlichkeit als „mittel“ ein.Beispiel: Eine vorhersehbare Quetschstelle kann eine behandelbare Verletzung verursachen; Häufigkeit und Nutzung bestimmen das Ergebnis mit.Szenario, Schadensschwere, Nutzungshäufigkeit, Nutzergruppe, vorhandene Schutzmaßnahmen und Nachweise.
Niedrig
Die Kombination aus Schwere und Wahrscheinlichkeit liegt im Feld „niedrig“. Auch identifizierte niedrige Risiken werden dokumentiert.Beispiel: Eine raue Kante kann bei vorhersehbarer Berührung eine oberflächliche Verletzung verursachen.Begründete Matrixwerte, vorhandene Maßnahmen und das nach den Maßnahmen verbleibende Risiko.

Welche Angaben gehören in eine GPSR-Risikoanalyse?

Die GPSR schreibt keine einheitliche Herstellervorlage vor. Eine belastbare Risikoanalyse dokumentiert jedoch mindestens Produktidentität, Nutzung, betroffene Personen, Gefährdungen, einzelne Schadensszenarien, Schwere und Wahrscheinlichkeit, Nachweise, Maßnahmen und Restrisiko.

FeldWas zu dokumentieren ist
Produkt und VerwendungModell oder Produktfamilie, bestimmungsgemäße Verwendung, vorhersehbare Fehlanwendung und Zielmärkte.
Betroffene PersonenNutzer, Dritte und vulnerable Gruppen wie Kinder, ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungen.
Gefährdung und SzenarioGefahrenquelle, Abfolge bis zum Schaden, Art des Schadens und jede relevante Variante des Szenarios.
BewertungSchadensschwere, Wahrscheinlichkeit jedes Schritts, Gesamtwahrscheinlichkeit und begründete Risikostufe.
Kontrollen und NachweiseKonstruktive Maßnahmen, Warnungen, Normen, Prüfberichte, Safety-Gate-Erkenntnisse und verbleibendes Risiko.
Version und AktualisierungDatum, verantwortliche Person, Produktversion und Auslöser für eine erneute Bewertung.

Artikel 9 GPSR betrifft die interne Risikoanalyse des Herstellers. Die Delegierte Verordnung (EU) 2024/3173 regelt dagegen die aktuelle Safety-Gate-Risikostufenmethode für Behörden. Deren Matrix kann als strukturierende Hilfe dienen, ist aber keine pauschale Produktklassifizierung.

GPSR-Risikoanalyse: Methode, Vorlage und Beispiel

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Beantworten Sie Fragen zu Produkt, Nutzern, Materialien und vorhandenen Unterlagen. Die Angaben dienen einer unverbindlichen Ersteinschätzung und der Abgrenzung des Serviceumfangs; sie ersetzen keine produktspezifische Risikoanalyse. Verfügbar in 9 Sprachen.

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Amtliche Quellen zur GPSR-Risikobeurteilung

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine GPSR-Produktrisikoanalyse?

Eine Produktrisikoanalyse ermittelt vernünftigerweise vorhersehbare Gefährdungen, berücksichtigt Nutzung, betroffene Personen und mögliche Schadensschwere und dokumentiert anschließend Maßnahmen zur Beseitigung oder Minderung der Risiken. Nach Artikel 9 Absatz 2 gehört diese Analyse in die technische Dokumentation, soweit sie angesichts der möglichen Risiken des konkreten Produkts angemessen ist.

Wann sollte eine Produktrisikoanalyse aktualisiert werden?

Sie sollte erneut geprüft werden, wenn Änderungen an Produkt, Material, Herstellungsverfahren, vorgesehener Nutzung oder Warnungen oder neue Sicherheitsinformationen die Bewertung beeinflussen können. Der Hersteller muss die technische Dokumentation aktuell halten. Die GPSR bestimmt kein allgemeines jährliches Prüfintervall für jedes Produkt; Auslöser und Tiefe richten sich daher nach dem tatsächlichen Sicherheitsprofil und anwendbarem Sektorrecht.

Kann eine Risikoanalyse intern erstellt werden?

Der Hersteller bleibt für Produkt und technische Dokumentation verantwortlich und kann geeignete interne Fachkenntnis oder externe Unterstützung nutzen. Die GPSR verlangt nicht allgemein, dass jede Analyse von einem akkreditierten Labor oder einer unabhängigen Stelle erstellt wird. Besonderes Produktrecht, Normen, vertragliche Anforderungen oder die Art einer erforderlichen Prüfung können dennoch ein bestimmtes Konformitätsbewertungsverfahren oder eine geeignete Prüfeinrichtung erfordern.

Welche Normen und Prüfungen gehören in die Bewertung?

Das hängt vom Produkt, seinen Gefährdungen und sämtlichem anwendbaren EU-Produktrecht ab. Relevante Normen und Prüfergebnisse können die Sicherheitsanalyse stützen; eine allgemeine Liste kann jedoch nicht die Konformität jedes Produkts bestimmen. Zuerst ist der Rechtsrahmen zu ermitteln, danach sind Methoden, Nachweise und Risikominderungsmaßnahmen zu dokumentieren, die zum konkreten Produkt und seiner vorhersehbaren Nutzung passen.

Was geschieht nach einem Unfall oder Rückruf mit der Bewertung?

Der Hersteller sollte das Produkt anhand der neuen Tatsachen erneut bewerten, die technische Dokumentation aktualisieren und Korrekturmaßnahmen festhalten. Artikel 20 GPSR regelt Unfallmeldungen über das Safety Business Gateway; bei einem Hersteller außerhalb der EU stellt die Verantwortliche Person sicher, dass die Meldung erfolgt. Die konkrete Korrekturmaßnahme richtet sich nach Risiko, Produkt und etwaigen Vorgaben der zuständigen Behörde.

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